Schläger Bio Roggen

Roggen darf uns über den Kopf wachsen!

Bei der Bewirtschaftung unserer Felder ist uns eine Artenvielfalt und der Erhalt alter Sorten wichtig. Aus diesem Grund wächst bei uns schon seit Jahren Schlägler Bio Roggen. Durch den hohen Wuchs dürfen die Ähren nicht zu große Körner tragen, damit die Halme nicht umknicken. Dadurch bleibt leider der Ertrag gering. Doch der kräftige Geschmack überzeugt in jeglicher Hinsicht. Außerdem liefern die langen Getreidehalme viel Stroh für tierhaltende Betriebe wie uns.

Für die Artenvielfalt

Wenn eine Getreidepflanze um einen halben Meter höher ist als Norbert groß ist, dann zeugt das von mächtiger Wuchskraft. Diese Kraft nützt der Schlägler Roggen auch um den anderen Beikräutern (von manchen Unkraut genannt) den Zugang zur Sonne zu nehmen. So sorgt er für eine ganz natürliche Unkrautunterdrückung. Von der Natur gegeben. Ganz ohne Chemie.

Nachteil dieser Konstruktion: Physikalisch wird es für den Halm schwierig, in zwei Meter Höhe die Ähre auszubilden, Körner größer werden zu lassen und dabei nicht umzuknicken. Umknicken bedeutet einerseits eine Unterbrechung der Versorgung der Ähre und damit nicht mehr optimales Ausreifen der Körner. Außerdem kommen die Unkräuter nun wieder leichter durch. So kann es bei feuchtem Wetter schon mal passieren, dass das liegende Getreidefeld vor der Ernte wieder unter einer grünen Decke an Gräsern und Kräutern verschwindet. Also bleibt nur die Möglichkeit, wenige und kleine Körner in der Ähre auszubilden. Und damit sind wir bei einem Ertrag von rund 3.000kg je Hektar begrenzt.

Gemeinsam für die Natürlichkeit

 Moderne Roggensorten hingegen schaffen das 3-fache an Ertrag. Dafür ist es notwendig, neue niedrige Sorten zu züchten und deren Längenwachstum dann auch noch mit sogenannten „Halmverkürzungsmitteln“ zu bremsen. Zur Unkrautbekämpfung wird beispielsweise das Pestizid CCC (Chlorcholinchlorid) eingesetzt. Die Informationen auf Wikipedia haben uns beim Recherchieren für diesen Blog selber erschrocken: Seit 1967 ist dieses Mittel in den Getreidekörnern nachweisbar und manche der “Nebenwirkungen” sind nicht ohne. Die Grenzwerte wurden laufend reduziert. Im Gemüsebau und Obstbau ist es mittlerweile nicht mehr erlaubt. Aber beim Getreide wird es weltweit noch fleißig eingesetzt.

Egal wie lang CCC im Lebensmittel weiter wirkt, wir verzichten einfach darauf: Genau mit dem Mehl aus unserem online-Shop kochen und backen wir!
 
Aber wir sind nicht die Einzigen die so denken: Gemeinsam mit anderen Betrieben der BioRegion Mühlviertel wurden Vermarktungsmöglichkeiten dieser alten Sorte koordiniert, um über einen höherer Preis je Tonne auch den niedrigeren Ertrag wirtschaftlich zu machen. Ein Gewinn für die Sortenvielfalt, die Erhaltung und den vielfältigen Geschmack.
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2 Antworten

    1. Das freut uns zu hören, wir wünschen Dir viel Freude damit.

      ​Wir möchten Dir und Deiner Familie glückliche, ruhige und gesegnete Weihnachten wünschen!

      Liebe Grüße,
      Susi
      vom Pankrazhofer-Team

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    1. Das freut uns zu hören, wir wünschen Dir viel Freude damit.

      ​Wir möchten Dir und Deiner Familie glückliche, ruhige und gesegnete Weihnachten wünschen!

      Liebe Grüße,
      Susi
      vom Pankrazhofer-Team

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